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Wie alles begann!!

Im Jahre 1946 beschloß die St. Hubertus-Schützenbruderschaft Duisburg-Großenbaum einen Tambourcorps zu gründen. Die Interessenten kamen aus der damaligen Jungschützenabteilung, Foto aus dem Jahr 1949zum größten Teil aber aus der Fußball-Jugendabteilung von DJK Adler Großenbaum. Allerdings war es zu jener Zeit nicht erlaubt, vor Vollendung des 18. Lebensjahres in die Bruderschaft einzutreten. So wurde eigens für den neu zu gründenden Spielmannszug eine Ausnahmeregelung geschaffen. Als Ausbilder stellten sich seinerzeit Peter Zimmermann, Hans Fischer, Hermann Sandten sowie Peter und Adolf Rolauffssen. zur Verfügung, von denen erstgenannter die Proben in der Gaststätte Hundgeburt leitete. Den ersten öffentlichen Auftritt hatte der Spielmannszug anläßlich der Goldenen Hochzeit des Ehepaares Horn. Die Spielleute waren Günter Mrzyk als Corpsführer, Reinhold Frings, Kurt Körfer sowie Hans und Klaus Schwindt als Flöter sowie Antonius Klein, Karl-Heinz Maurmann, Paul Schmidt und Herbert Zimmermann als Trommler.

1947 war es dann so weit. Zum erstenmal stand das Großenbaumer Tambourcorps an der Spitze der Umzüge während des eigenen Schützenfestes. Dieses mußte im ersten Jahr noch mit ganzen drei Märschen bestritten werden, nämlich „Waidmannsheil“, der noch heute in unserem Repertoire ist, dem „Torgauer Marsch“ und „Vater Rhein“. Als vierter Marsch wurde dann „Preußens Gloria“ erlernt.

Ein Problem, das sich verständlicherweise kurz nach dem Krieg stellte, waren die Uniformen.

Zunächst trat man in weißen Hemden und Hosen auf. Dafür mußte aus so manchem Bettlaken erst ein Uniformteil geschneidert werden. Die ersten Uniformröcke erwarb man schließlich 1950 aus US-Heeresbeständen bei der Fa. Habernickel in Düsseldorf.

Foto aus dem Jahr 1951

Ebenso gestaltete sich die Anschaffung von Instrumenten als schwierig. Hierbei bediente man sich der ungenutzten Bestände der hiesigen Vereine, nämlich des Kriegervereins (die heutige Kameradschaftliche Vereinigung Großenbaum / Rahm) und des Schützenvereins, von dem wir bekanntlich eine Kompanie waren und heute noch immer sind.

So fand man beispielsweise noch Jahre nach der Gründung, nämlich 1953, auf dem Dachboden des Schützenbruders Karl Bensberg eine Pauke, die durch Restaurierungsarbeiten wieder zum Klingen gebracht wurde.

Im Jahr 1957 sah die Gage für die Auftritte beim Stiftungsfest der Kameradschaftlichen Vereinigung Großenbaum / Rahm wie folgt aus: 5 Marschtrommeln mit 5 Adlern, 7 Flöten, 9 Lederkoppeln mit Riemen sowie 1 Tambourstab.